Der Wunsch nach Energieautarkie wird für viele Hausbesitzer immer attraktiver. Photovoltaikanlagen in Kombination mit Stromspeichern ermöglichen es, einen Großteil des eigenen Strombedarfs selbst zu decken und sich unabhängiger von steigenden Strompreisen zu machen. Doch wie realistisch ist die Autarkie in Bestandsgebäuden und welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?
Photovoltaik: Die Basis der Eigenversorgung
Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach wandelt Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Dieser Strom kann direkt im Haushalt verbraucht, in einem Stromspeicher zwischengespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist werden. Für Bestandsgebäude ist die optimale Ausrichtung und Neigung des Daches entscheidend für den Ertrag der Anlage.
Stromspeicher: Der Schlüssel zur Autarkie
Da die Stromproduktion einer PV-Anlage nicht immer mit dem Stromverbrauch im Haushalt übereinstimmt (z.B. tagsüber hohe Produktion, abends hoher Verbrauch), ist ein Stromspeicher unerlässlich, um den Eigenverbrauch zu maximieren und die Autarkie zu erhöhen. Ohne Speicher liegt die Autarkiequote in der Regel bei 30 bis 40 Prozent. Mit einem passend dimensionierten Speicher kann dieser Wert auf 70 Prozent und mehr steigen [1].
Wie viel Autarkie ist möglich?
Eine vollständige Energieautarkie von 100 Prozent ist in den meisten Bestandsgebäuden, insbesondere in Deutschland, aufgrund der saisonalen Schwankungen der Sonneneinstrahlung (weniger Sonne im Winter, aber hoher Heizbedarf) nur schwer oder mit sehr hohen Investitionen zu erreichen [2]. Realistisch sind Autarkiequoten von 70 bis 85 Prozent. Faktoren, die die Autarkie beeinflussen, sind:
- Größe der PV-Anlage: Je größer die Anlage, desto mehr Strom kann produziert werden.
- Kapazität des Stromspeichers: Ein größerer Speicher kann mehr überschüssigen Strom aufnehmen.
- Eigenverbrauchsverhalten: Wer den Strom vor allem dann verbraucht, wenn er produziert wird (z.B. durch intelligente Steuerung von Haushaltsgeräten), erhöht die Autarkie.
- Energieeffizienz des Gebäudes: Ein geringer Energiebedarf des Hauses erleichtert die Autarkie.
- Wärmepumpe und E-Auto: Die Kombination mit einer Wärmepumpe und einem Elektroauto kann die Autarkiequote weiter steigern, da diese Verbraucher den Eigenverbrauch erhöhen können [3].
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Die Kosten für eine PV-Anlage und einen Stromspeicher sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Ein Stromspeicher kostet aktuell zwischen 800 und 1.600 Euro pro Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität, wobei größere Speicher pro kWh günstiger sind [4]. Hinzu kommen die Kosten für die PV-Anlage selbst und die Installation. Die Investition amortisiert sich durch:
- Einsparungen bei den Stromkosten: Weniger Strombezug aus dem Netz.
- Einspeisevergütung: Für den ins Netz eingespeisten Überschussstrom.
- Staatliche Förderungen: KfW-Kredite und regionale Förderprogramme können die Investition attraktiver machen.
Planung und Umsetzung in Bestandsgebäuden
Die Integration einer PV-Anlage mit Speicher in ein Bestandsgebäude erfordert eine sorgfältige Planung. Ein zertifizierter Energieberater kann:
- Den optimalen Standort und die Größe der PV-Anlage bestimmen.
- Die passende Speicherkapazität für Ihren Haushalt berechnen.
- Sie über die aktuellen Förderprogramme informieren und bei der Antragstellung unterstützen.
- Ein ganzheitliches Energiekonzept entwickeln, das auch andere Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt.

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Fazit
Photovoltaik in Kombination mit einem Stromspeicher ist eine hervorragende Möglichkeit, die Energieautarkie in Bestandsgebäuden deutlich zu erhöhen und einen wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Auch wenn eine 100-prozentige Autarkie oft nicht realistisch ist, können hohe Eigenverbrauchsquoten erreicht werden, die sich langfristig finanziell auszahlen und die Unabhängigkeit von externen Energieversorgern stärken. Eine professionelle Beratung ist der erste Schritt zu Ihrem energieautarken Zuhause.
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